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Heizlüfter: Was er wirklich kostet – und was besser hilft
Kurz gesagt
Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt braucht pro Stunde 2 kWh Strom – bei 37,97 ct/kWh rund 76 Cent. Drei Stunden am Tag über drei Monate sind rund 200 Euro. Eine Kilowattstunde Strom kostet etwa dreimal so viel wie eine Kilowattstunde Gas. Laut Verbraucherzentrale taugen Heizlüfter nur zeitlich und räumlich begrenzt; kleine Steckdosen-Heizlüfter sparen kein Geld.
Was ein Heizlüfter pro Stunde kostet
Ein Heizlüfter verwandelt Strom eins zu eins in Wärme. Bei voller Leistung entspricht der Verbrauch also der Wattzahl.
| Leistung | pro Stunde | 3 Std. täglich, 90 Tage |
|---|---|---|
| 1.000 Watt | ca. 0,38 € | ca. 103 € |
| 2.000 Watt | ca. 0,76 € | ca. 205 € |
| 3.000 Watt | ca. 1,14 € | ca. 308 € |
Gerechnet mit 37,97 ct/kWh (Ø Haushalte 1. Halbjahr 2026, Statistisches Bundesamt) und durchgehend voller Leistung. Mit Thermostat am Gerät läuft es teils weniger.
Warum Heizen mit Strom so teuer ist
Haushalte zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 37,97 ct für eine Kilowattstunde Strom, aber nur 11,58 ct für eine Kilowattstunde Gas. Wärme aus dem Heizlüfter kostet damit rund dreimal so viel wie Wärme aus der Gasheizung. Die Stiftung Warentest bringt es auf den Punkt: Ein einfacher Heizlüfter „taugt entweder nichts oder ist ein teures Vergnügen“.
Wann ein Heizlüfter okay ist
- Kurz und gezielt: morgens im Bad oder für eine Stunde im kühlen Hobbyraum.
- Als Notlösung, wenn die Heizung ausfällt.
- Nicht als Dauerheizung für Wohnräume – laut Verbraucherzentrale nur zeitlich und räumlich begrenzt.
- Kleine „Steckdosen-Heizlüfter“ reichen für ganze Räume nicht; Geld sparen kann man mit ihnen laut Verbraucherzentrale nicht.
Was mehr bringt als ein Heizlüfter
- Thermostate richtig nutzen: Jedes Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie.
- Heizkörper entlüften, wenn sie gluckern oder oben kalt bleiben.
- Fenster und Türen abdichten, Rollläden nachts schließen.
- Bei einer Klimaanlage mit Heizfunktion (Wärmepumpe) ist Heizen deutlich günstiger als mit dem Heizlüfter – laut Stiftung Warentest teils sogar günstiger als mit Gas.
Sicher betreiben, wenn es sein muss
- Direkt in die Wandsteckdose stecken, nicht in Mehrfachsteckdosen.
- Nie abdecken, Abstand zu Vorhängen und Möbeln halten.
- Nicht unbeaufsichtigt oder über Nacht laufen lassen.
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Häufige Fragen
Nein. Auch ein Ölradiator wandelt Strom eins zu eins in Wärme um. Er gibt die Wärme nur gleichmäßiger und leiser ab. Pro Kilowattstunde Wärme kostet er gleich viel.
Auch Infrarotheizungen heizen direkt mit Strom und sind damit pro Kilowattstunde Wärme ähnlich teuer. Sie fühlen sich bei gleicher Raumtemperatur teils angenehmer an, sparen aber kein Geld gegenüber der Gasheizung.
Das hängt von der Nutzung ab. Mit 2.000 Watt drei Stunden am Tag über 90 Tage sind es rund 540 kWh – bei 37,97 ct/kWh etwa 205 Euro.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Stromsparboxen und Heizlüfter für Steckdosen ohne Spareffekt (Stand 09.03.2026)
- Stiftung Warentest: Elektrisch heizen – Strom statt Gas, teurer Spaß
- Stiftung Warentest: Günstiger als Gas – Heizen mit der Klimaanlage
- Destatis, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30.09.2026: Strom- und Gaspreise im 1. Halbjahr 2026
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