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Strommessgerät: So findest du die Stromfresser im Haushalt

SEVon Sven Eifler, EnergieberaterAktualisiert am

Kurz gesagt

Ein Strommessgerät kommt zwischen Steckdose und Stecker und zeigt, wie viel Strom ein Gerät braucht – mit eigenem Strompreis direkt in Euro. Gute Geräte gab es im Test der Stiftung Warentest (2022) schon ab rund 9 Euro, viele Verbraucherzentralen verleihen sie kostenlos. Ein Gerät, das rund um die Uhr nur 5 Watt zieht, kostet bei 37,97 ct/kWh etwa 17 Euro im Jahr.

Was ein Strommessgerät kann

Das Messgerät steckst du in die Steckdose und das Gerät, das du prüfen willst, in das Messgerät. Es zeigt die aktuelle Leistung in Watt und zählt den Verbrauch in Kilowattstunden. Gibst du deinen Strompreis ein, rechnet es die Kosten direkt in Euro um.

Auch smarte Steckdosen aus Smart-Home-Systemen können den Verbrauch messen – praktisch, wenn du Geräte über längere Zeit beobachten willst.

So misst du richtig

  • Gerät einige Minuten vor der Messung einschalten – viele brauchen beim Anlaufen mehr Strom.
  • Dauerläufer wie Kühl- oder Gefrierschrank möglichst eine Woche lang messen und dann hochrechnen (× 52).
  • Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner: ein ganzes Programm durchlaufen lassen.
  • Stand-by extra messen: Gerät ausschalten (nicht Stecker ziehen) und den Wert ablesen.

Was Dauerverbrauch im Jahr kostet

Kleine Leistungen wirken harmlos, laufen aber 8.760 Stunden im Jahr. Die Rechnung: Watt × Stunden ÷ 1.000 = kWh, mal Strompreis.

DauerleistungkWh pro JahrKosten pro Jahr
1 Watt8,8 kWhca. 3 €
5 Watt43,8 kWhca. 17 €
10 Watt87,6 kWhca. 33 €
30 Watt262,8 kWhca. 100 €

Gerechnet mit 37,97 ct/kWh, dem durchschnittlichen Strompreis für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 (Statistisches Bundesamt).

Was du mit den Ergebnissen machst

  • Geräte mit hohem Stand-by an eine schaltbare Steckdosenleiste hängen und ganz ausschalten.
  • Ein altes Zweit-Kühl- oder Gefriergerät stilllegen: Laut co2online spart das rund 230 Euro im Jahr.
  • Bei sehr hohen Werten über einen Austausch nachdenken – der Verbrauch steht auf dem Energielabel neuer Geräte.
  • Und den Preis pro Kilowattstunde prüfen: Jede gesparte Kilowattstunde ist mit einem günstigen Tarif doppelt gespart.

Kaufen oder leihen?

Im Test der Stiftung Warentest von 2022 gab es gute Strommessgeräte schon ab rund 9 Euro. Wer nur einmal messen will, kann eines leihen: Die meisten Verbraucherzentralen verleihen Strommessgeräte, oft auch Energieberater und Stromversorger – meist für ein bis zwei Wochen.

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Häufige Fragen

Für die meisten Haushaltsgeräte reichen sie völlig aus. Welche Modelle genau messen, zeigt der Strommessgeräte-Test der Stiftung Warentest. Bei sehr kleinen Stand-by-Werten lohnt ein Blick in die Testergebnisse.

Nein. Fest angeschlossene Geräte wie Herd, Durchlauferhitzer oder Wärmepumpe hängen nicht an der Steckdose. Ihren Verbrauch siehst du nur am Stromzähler oder mit einem fest eingebauten Zwischenzähler.

Meist ja: Schon ein Gerät mit 30 Watt Dauerverbrauch kostet rund 100 Euro im Jahr. Ein Messgerät ist nach dem ersten gefundenen Stromfresser bezahlt.

Quellen

Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind dein Vertrag und die geltenden Gesetze.

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